Herren 2 liefern großen Kampf. Am Ende reichte das 2:1 gegen Ebersdorf und 1:2 gegen Frankenberg nicht, um Platz 2 zu erreichen.
Die Saison ist jetzt für alle Mannschaften beendet.
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D1: Armada erschlägt LOV mit Goldener Ananas

Sonntagmorgen um acht in Sachsen… Bewölkte zwölf Grad, der Wind weht. Die Beachsaison wird noch nicht eröffnet. Wirklich schade, so manch einer träumt schon vom Sand… Die WG zerrt das Schaf aus dem Bett, sprintet leicht verspätet zum Treffpunkt. Andere überlegen noch, wie sich die eigene körperliche Verfassung zum Sonntag so verhält. Während unser Marathonläufer etwas erstaunt den top Zustand der nun geölten Maschine durchcheckt, hadern Mitspieler stark mit dem Biorhytmus, doch fürs Desertieren ist es zu spät. Alle starten brav zum Spiel um die Goldene Ananas nach Reudnitz. Das Wörtchen „alle“ sei jedoch mit Vorsicht zu genießen. Wir präsentieren im Abstiegskampf stets nur noch den kleineren Kader, nicht dass der Gegner von der Präsens 14 wunderschöner Amazonen noch überwältigt wird. Man muss schließlich auch mal an seine Mitmenschen denken.
Angekommen im charmanten DDR-Volleyballtempel der Reudnitzer tat sich sogleich eine unheilvolle, düstere Stimmung auf. Ausreichend hoch und groß, jedoch hätte ein einfaches „Lumos“ Wunder gewirkt. Leider hatten wir ausgerechnet unseren besonders begabten Spieler auf Weiterbildung im Rentierflüstern geschickt und mussten somit ohne Magie auskommen. Ein brennender Schlachtplan, wie ihn Elisabeth I gegen die spanische Armada nicht hoffnungsvoller verkündet hätte, heizte das Team bereits in der Kabine an – zumindest so meiner Vorstellung nach, da meine Wenigkeit noch mit der Suche der richtigen Kabine beschäftigt war. Ähnlich der Armada stellte sich auch unser Gegner für heute dar. Im Hinspiel kassierten wir ein sattes 0:3 und das gegen gerade mal fünf Damen mit einer hinkenden Mitläuferin. Die Sterne standen schlecht. Es würde einiges brauchen, um die Ehre gegen den Spitzenreiter der Playdowns wiederherzustellen. Das Duell, man könnte auch sagen die nächtliche Seeschlacht um elf, rückte nun näher. Taktisch wie ein Fuchs entschieden wir uns im Einschlagen nur wenig zu zeigen, um den gegnerischen Libero nicht ins Spiel kommen zu lassen. Auch bildeten die Kapitäne vorerst die Nachhut auf der Bank. Die Reudnitzer wiegten sich in Sicherheit. Die erste Finte war gelungen, denn trotz wackelnder Annahme, welche heute ausschließlich aus Halbblinden bestand, die nur aufgrund Nadines hervorragender Kontaktlinsen den gegnerischen Aufschläger erblickten, hielten wir erstaunlich gut mit. Es tauchte, etwas unerwartet, eine glitzernde neue Waffe auf: aus den nebligen Fluten stieg unser Monsterblock empor. Zusammen mit ein paar bombastischen Aufschlägen, auf die bereits im Einschlagen taktisch verwirrte Libera, erkämpften wir zeitig die Führung (was hier kurz Erwähnung findet, da dies nicht mehr allzu oft geschah im Spiel) und hielten bis zur Satzmitte durchaus auf Augenhöhe mit. Auf dieser Höhe befand sich allerdings im weiteren Spiel weder unser Aufbau noch Angriff. Jedoch sollte das Blatt sich noch einmal wenden. Ende des dritten Satzes wagten wir den ganz großen Coup. Am Aufschlag kam es zum Wechsel, Michi gegen Laura. Sonst unser Platzhirsch für Außen, hatte Laura extra ein 24 stündiges Trainingsprogramm durchlaufen, um genau in diesem Moment zur strahlenden Rettung erscheinen zu können. Uns allen war die besondere Not und Aufgabe der Stunde bewusst. Wir mussten Aufholen, durften uns keine Fehler leisten und mussten unter oberster Priorität vom Läufer-1 in den Läufer-4 kommen, damit unser neuer beidhändiger Zuspieler wie Pavel Pankov anfangen könnte jeden zu übernehmen und gleich auf zwei ins gegnerische Feld zu hämmern. Der Schweiß stand dem Gegner im Gesicht, die Augen angstvoll geweitet. Die 500 Fans (eigentlich drei, aber sie hatten eine Trommel) machten keinen Ton. Die Halle war totenstill. Leider verrissen wir danach ein bisschen Annahme, Zuspiel und Angriff, wobei ein gewisser Dia das Feld nicht mehr zu treffen vermochte. Somit wurden wir erfolgreich zu -15, -17 und -16 von der Armada überfahren.
Nach einer langen und ermüdenden Saison zeigte sich einfach kein brennender Siegeswille mehr. Nicht falsch verstehen, wir hätten schon gerne gewonnen, aber leider war Reudnitz Sonntag so gar nicht bereit uns ein Spiel zu schenken und wir in allen Elementen deutlich schlechter. Auch wenn es nur noch um die Goldene Ananas ging, hätte man sich durchaus besser präsentieren können.
Aber keine Sorge liebe Fans am 22.4. heißt es noch ein letztes Mal „LO-Let ́s go!“, wo wir hoffentlich für einen versöhnlichen Abschluss mit dieser Saison sorgen werden und uns dann eben im letzten Spiel noch den Sieg holen, eventuell. Man gebe aber zu Bedenken, dass wir dann wieder den „Aufschlagsterminator“, die „Beachmaschine“ und eine „Rentierflüsterin“ zur Verfügung haben. Packt also die Pom Poms und Autogrammstifte ein und kommt vorbei zum letzten Highlight gegen den GLVC.
Es spielten: Kati, Julia F., Julia S., Helene, Nadine, Phine, Laura und Lisa
MVP: Phine

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