L.O. Volleys e.V.

Auf der Suche in heimischen Gefilden

16. 12. 03
geschrieben von: Thomas Bürger

Am 27.11.2016 war es soweit. Der erste gemeinsame Heimspieltag in dieser Saison. Unsere Damen empfingen die Mannschaften aus Dippoldiswalde und Engelsdorf, wir die Vertretungen von den Euros aus Crimmitschau und vom PSV aus Chemnitz.

Letztere hatten noch keine Punkte auf der Habenseite, allerdings auch erst zwei Spiele absolviert.

 

Los ging es für uns an diesem frühen Sonntagmorgen mit der Partie gegen die Euros. Kein einfaches Los, da sie seit der Auftaktniederlage gegen die Mauersberger Hünen ungeschlagen waren und zuletzt die Freiberger Pama recht souverän vom Parkett gefegt hatten. Rein ins Spiel – der erste Satz begann stockend. Über Rückstände von 0:4 und 2:6 fanden wir langsam in die Partie und spielten uns in der Folge in einen Rausch. Unsere Aufschläge schlugen ein, der Block stand, die gegnerischen Angreifer fanden kein Mittel und die eigenen Angriffe fanden ihr Ziel. Über 20:13 brachten wir den Satz mit 25:17 deutlich nach Hause.

Die Stimmung war gut, die Marschroute klar – keine Gefangenen machen, Bälle töten.. das Übliche eben. Uns war bewusst, dass es nicht einfach so weitergehen würde, aber die Erklärung für das folgende, suchen wir noch immer. Unsere Annahme streute wild und unsere Stimmung erkaltete von Punkt zu Punkt. Wir spielten nun gegen die Euros und gegen uns selbst und die hohen Erwartungen und Ansprüche, die wir uns nach dem ersten Satz selbst zugeschrieben hatten. Ein unmögliches Unterfangen. Die Gäste spielten erwartet unkonventionell, aber solide ihren Stiefel runter. Wir rannten von nun an nur noch Rückständen hinterher und gaben die Sätze 2 und 3 nahezu identisch ab. (-18,-17).

Stooop! Jetzt musste die Wende in diesem Spiel erzwungen werden. Nach dem 5-Satz Krimi zuletzt beim Derby in Röhrsdorf hatte man schließlich über die volle Distanz getestet und wollte die zuletzt aufsteigende Spielkultur gegen diesen unorthodox spielenden Gegner nicht gleich wieder vor die Hunde gehen lassen.

Der vierte Satz gestaltete sich lange offen, auch wenn bei uns längst nicht alles gelang, so blieb man dieses Mal zumindest bis zur Crunchtime am Gegner dran. Sämtliche Versuche, sich im Laufe diesen Satzes einen Vorteil zu verschaffen und mehr Sicherheit ins eigene Spiel zu bringen, scheiterten. Wir konnten den Schalter nicht mehr umlegen und gaben auch diesen Satz mit 20:25 ab.

Das erste Ziel des Tages, einen positiven Trend zu entwickeln und uns einen Platz im obersten Tabellendrittel zu sichern, war damit dahin. Jetzt hieß es um so mehr, drei Punkte einzufahren und den CPSV auf Abstand zu halten. Dass uns das viel mehr Kopfzerbrechen bereitete, als nötig, sollte sich erst beim schmackhaften Pils nach dem Spiel herausstellen.

Wir starteten sehr gut in den ersten Satz und waren schnell mit 7:2 vorn. Dann kam es auf unserer Seite allerdings zu kleinen Orientierungsschwierigkeiten, die sich nachhaltig hielten. Der Satz war wieder ausgeglichen und ging auch so in die Crunchtime. Die an diesem Tage fehlende Konstanz in der Annahme, stand zwischen uns und dem Satzerfolg. Nach nunmehr vier verlorenen Sätzen in Folge war die Stimmung am Boden.

Aber wir sind ja erfahrene Hasen und es sollten schließlich auch wenigstens ein paar Pünktchen in Limbach bleiben. Gesagt, getan. Wir drehten an der Motivationsschraube und konnten von der Stärke in dieser Saison profitieren, als ein Team auf dem Feld zu stehen.

Die Gäste vom CPSV wehrten sich aber wacker weiter und produzierten wenig Eigenfehler, sondern benutzten uns viel mehr unverschämt im Block. Der zweite Satz gestaltete sich als Zitterpartie. Wir hatten aber jetzt die besseren Nerven und das bessere Ende auf unserer Seite.

Im dritten Satz hatten wir unseren Gegner im Griff. Eins,zwei gegnerische Spieler gingen fest und so schlichen sich auf der anderen Netzseite auch deutlich mehr Fehler ein. Mit 25:18 Satz zwei auf der Habenseite – siehste Punkt, siehste Satz, siehste Seitenwechsel. Der nun folgende Durchgang, mittlerweile unser achter, sollte der letzte für diesen Tag werden. Der Schwung aus Satz drei konnte mitgenommen werden. Wir hatten von Beginn an ein Punktepolster und verteidigten das auch recht souverän über den Satz hinweg. Noch Schnell Punkt oder Kiste eine Runde „Freibier“ abgeräumt und schon alles gelaufen – Denkste. Der Siegbringende Punkt wollte bei 24:20 einfach nicht gelingen. Und so musste beim Stand von 24:23 der letzte Matchball verwandelt werden. 3:1, 3 Punkte und schonmal auf den nächsten Sonntagsspieltag eingestellt.

Achja und halt ganz schön viel Gerede und Erzähle für ein glattes 3:0/ 75:0.

Beim angenehmen „Cool Down“ feuerten wir noch unsere Damen an, die aus dem sehr umkämpften Spiel gegen die jungen Mädels von Lok Engelsdorf immerhin ein Pünktchen retten konnten.

Vielen Dank an alle Zuschauer und Interessenten.

Für die LO Volleys punkteten: Thomas, Rene, Dirk, Holger, Lars, Kevin, Jens und Thomas.